Hardware · WAGO

Die Klemmen bleiben.
Das Engineering zieht um.

WAGO liefert seine Controller mit Linux und einer Docker-Schnittstelle aus. Damit ist die Voraussetzung für logiccloud CONTROL bereits erfüllt: Die Steuerung wird zur virtuellen SPS, ohne dass an Verdrahtung, Klemmen oder I/O-Modulen etwas geändert wird.

Auf dem Compact Controller 100 sprechen wir die Ein- und Ausgänge direkt an — dafür bringt CONTROL einen eigenen Connector mit.

Testzugang anfordern — wir richten ihn ein und melden uns per E-Mail.

Was sich ändert — und was nicht

Die Hardware bleibt. Die Software wird austauschbar.

  • Ihre WAGO-Peripherie bleibt

    I/O-Module der Serien 750 und 753, Klemmen, Verdrahtung und Schaltschrankaufbau bleiben unverändert. Getauscht wird die Laufzeit auf dem Controller, nicht die Anlage.

  • Das Engineering zieht in den Browser

    SPS-Logik nach IEC 61131-3, Web-HMI und Connectivity entstehen in einem Projekt — ohne lokale Installation, versioniert und reproduzierbar gebaut.

  • Die Anwendung bleibt nicht am Gerät hängen

    Dieselbe Automation App läuft später auf einem Touch Panel, einem Edge Computer oder zentral in der Cloud. Wird ein Gerät abgekündigt, wandert die Software weiter.

Das Web-HMI läuft auf Panel, Tablet und Smartphone — eine Oberfläche statt drei.

Das logiccloud-CONTROL-Tutorial für den WAGO Compact Controller 100

Compact Controller 100

Der CC100 — mit eigenem Connector.

Der 751-9301 bringt acht digitale Eingänge, vier digitale Ausgänge, zwei analoge Ein- und zwei analoge Ausgänge, zwei Widerstandseingänge und eine RS-485-Schnittstelle direkt auf dem Gerät mit — ohne eine einzige angereihte Klemme. Für kompakte Maschinen, Pumpstationen und Gebäudetechnik ist das oft die ganze Steuerung.

logiccloud CONTROL liefert für dieses Gerät einen eigenen Connector mit. Die Bordschnittstellen sind damit direkt aus dem SPS-Programm ansprechbar, so wie Sie es von der WAGO-Laufzeit gewohnt sind.

  • Real-time Linux mit RT-Preempt, Docker über das Web-Based Management aktivierbar
  • ARM Cortex-A7, zwei Ethernet-Schnittstellen, SD-Karten-Slot
  • Bordeigene I/Os direkt aus dem Programm ansprechbar
  • Modbus RTU über die RS-485-Schnittstelle, Modbus TCP, MQTT und OPC UA über Ethernet

Weitere WAGO-Geräte

Vom Hutschienencontroller bis zum Panel.

Diese Geräte liefert WAGO mit Linux und Docker-Unterstützung aus und erfüllen damit die Voraussetzung für CONTROL. Welcher Connector für Ihre I/O-Konfiguration zum Einsatz kommt, klären wir im Projekt.

  • PFC200 G2

    Der Arbeitscontroller im Schaltschrank: WAGO-I/O-Module der Serien 750 und 753 werden direkt angereiht, für jede Anlagengröße die passende Klemmenkombination.

    • 750-8212 bis 750-8217, dazu die Varianten T, XTR und 4G
    • Real-time Linux mit RT-Preempt
    • Modbus TCP und RTU, CANopen, PROFIBUS-DP-Slave je nach Variante
  • Edge Controller

    Steuerung und Datenverarbeitung in einem Gerät, für Anwendungen, bei denen neben der Logik noch etwas anderes mitlaufen soll.

    • 752-8303: ARM Cortex-A9 Quadcore, 2 GB RAM, 4 GB Flash
    • 2 × Ethernet, 2 × USB, USB-C, HDMI, CAN, RS-232/485
    • Real-time Linux, Docker ab Werk
  • Edge Computer

    Der x86-Industrie-PC für die Hutschiene — wenn Visualisierung, Datenhaltung oder mehrere Anwendungen gleichzeitig laufen sollen.

    • 752-9400 mit 4 GB RAM, 752-9401 mit 8 GB RAM
    • Intel Atom Quadcore, 64 GB Flash, per SSD erweiterbar
    • Debian Linux mit vorinstalliertem Docker
  • Touch Panel 600

    Steuerung und Bedienoberfläche auf einem Gerät. Das Web-HMI von CONTROL läuft im Browser des Panels — und gleichzeitig auf jedem Tablet im Werk.

    • Control Panel der Reihe 762-43xx, Docker-ready
    • Von 4,3 Zoll bis 21,5 Zoll
    • Modbus TCP, CANopen, EtherNet/IP

Inbetriebnahme

Vier Schritte bis zur laufenden Steuerung.

Kein Installationsmedium, kein lokales Engineering-Tool, keine Lizenzdatei auf dem Rechner.

  1. 1AKTIVIERENDocker im WBM einschaltenIm Web-Based Management des WAGO-Geräts, einmal je Gerät.
  2. 2INSTALLIERENEin Befehl auf dem GerätDas Setup-Skript holt die Runtime und richtet sie ein. Rund 36 MB.
  3. 3VERBINDENGerät aktivierenDas Gerät meldet sich an Ihrem logiccloud-Konto an und ist im Browser sichtbar.
  4. 4AUSROLLENProjekt deployenSPS-Programm, HMI und Connectivity gehen gemeinsam auf das Gerät.
  1. DOCKER AKTIV
  2. RUNTIME INSTALLIERT
  3. GERÄT VERBUNDEN
  4. APP LÄUFT

Für viele Geräte gleichzeitig übernimmt logiccloud ORCHESTRATE den Rollout — gestaffelt, mit automatischem Rollback.

Häufige Fragen zu WAGO und logiccloud

Was passiert mit meinem bestehenden CODESYS-Projekt?

logiccloud CONTROL programmieren Sie nach IEC 61131-3 — dieselbe Normsprache, dieselben Denkmuster. Eine Übernahme ist trotzdem nicht einfach ein Dateiimport: Bausteine, Bibliotheken und die I/O-Konfiguration werden übertragen und geprüft. Was das für Ihr Projekt konkret bedeutet, sehen wir uns in einem gemeinsamen Termin an.

Läuft die WAGO-Laufzeit parallel weiter?

CONTROL läuft als Container neben dem Betriebssystem des Geräts. Ob Sie die bestehende Laufzeit daneben behalten oder ablösen, ist eine Entscheidung pro Anlage — für einen Pilotbetrieb auf einer Maschine ist das Nebeneinander der übliche Weg.

Und die Echtzeit?

Die WAGO-Controller laufen unter Real-time Linux mit RT-Preempt-Patch, die Steuerung bleibt lokal auf dem Gerät und damit unabhängig von der Internetverbindung. Wie hart die Zykluszeit für Ihre Anwendung ausfallen muss, gehört in die Auslegung — das gehen wir vor dem Serieneinsatz gemeinsam durch.

Brauche ich für mein Modell eine Freigabe?

Zum Ausprobieren nicht: Wo Docker läuft, läuft die Runtime. Für den Serieneinsatz klären wir, welcher Connector Ihre I/O-Konfiguration bedient — für den CC100 liefern wir ihn mit, für angereihte Klemmen am PFC200 sehen wir uns Ihre Konfiguration an.

Berührt das meine Gewährleistung bei WAGO?

Die Docker-Schnittstelle ist eine dokumentierte Funktion der Geräte, von WAGO selbst vorgesehen und im Web-Based Management einschaltbar. Für die verbindliche Auskunft zu Ihrem konkreten Gerät und Ihrer Firmware ist WAGO die richtige Adresse.

Wie verwalte ich hunderte WAGO-Geräte im Feld?

Mit logiccloud ORCHESTRATE: Geräte, Versionen und Rollouts zentral, auch über Herstellergrenzen hinweg. Ein Bestand aus WAGO-Controllern, ctrlX-Geräten und Gateways wird dort zu einer Liste statt zu drei Werkzeugen.